aus dem Jahr: 2005

MusikerIn/Band: Sinéad O'Connor
CD-Titel: Collaborations
Label: Chrysalis (EMI)
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Sinéad O’Connors Collaborations demonstriert auf einer einzigen CD die atemberaubende Vielfalt der Zusammenarbeit im Laufe einer Popkarriere mit Größen wie U2, Massive Attack und Asian Dub Foundation.

Obwohl sich kein bislang unveröffentlichtes Songmaterial auf Collaborations befindet, ist das Album eine perfekte Ergänzung zu Sinéad O’Connors Live- und Studioalben. Hier wird noch stärker als beispielsweise auf dem 2003 erschienenen Opus Magnum She Who Dwells In The Secret Place Of The Most High Shall Abide Under The Shadow Of The Almighty deutlich, wie vielseitig und dennoch stringent die irische Sängerin ihre musikalische Entwicklung vorantreibt.

Leicht hat sie es sich dabei nie gemacht, ist oftmals angeeckt mit ihren öffentlichen Bekenntnissen zu brisanter Themen wie Abtreibung und USA-Politik, einer impulsiven Haltung, die sich auch in ihrer Kompromisslosigkeit in Sachen Musik fortsetzt.

Doch auf Collaborations lässt sich nachhören: die Zahl ihrer Feinde wird eindeutig aufgewogen durch die ihrer musikalischen Freunde. Die prominentesten auf diesem Album sind ohne Zweifel ihre einstigen Wegbereiter U2, darunter Gitarrist The Edge, mit dem sie für den Soundtrack zum Film “Captives“ den Song “Heroine“ aufnahm, ebenso wie rund zehn Jahre später mit U2 den Song “I’m Not Your Baby“ für den Wim Wenders Film “The End Of Violence“. Doch das ist erst der Anfang der insgesamt 17 Kollaborationen des knapp 80 minütigen Albums, welches eine gelungene Zusammenstellung von Songs aus unterschiedlichen Epochen der Karriere Sinéad O’ Connors verspricht.

Das schmelzende Duett mit Peter Gabriel auf “Blood Of Eden“ darf ebenso wenig fehlen, wie die charismatische Lieberklärung “Kingdom of Rain“ aus dem 1989er The-The-Album “Mind Bomb“. Die umfangreiche Liste der Weggefährten reicht von “A“ wie Asian Dub Foundation bis “Z“, wie Zephaniah, Benjamin von Bomb The Bass, beide Belege für Sinéad O’ Connors Vorliebe für die Kombination von Elementen aus Dance, Elektro und Reggae. Besonders beeindruckend aber sind ihre von Weltmusik inspirierten Ausflüge mit Jah Wobble’s Invaders Of The Heart und ihrem Titel “Visions Of You“, sowie die Rückkehr zu ihren irischen Wurzeln.

Die besinnliche Piano-Ballade “Up In Arms“ mit der Dubliner Band Aslan und der Song “It’s All Good“ im Duett mit dem irischen Folksänger Damien Dempsey zählen sicherlich zu den schönsten Stücken auf Collaborations. — Andreas Schultz

 

Sinéad O’Connor